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Annette Meißner: Verlegerin mit Herz und Verstand

Jeder der mich kennt weiß, dass ich auf starke und mutige Frauen stehe. Und großen Respekt vor jedem habe, der heutzutage seinen eigenen Verlag gründet. Bei Annette Meißner kommen all diese Dinge zusammen, wahrscheinlich waren wir uns deshalb auf Anhieb sympathisch.

Dabei lief in ihrem Leben nicht immer alles glatt, denn 2008 erreichte sie die Nachricht, dass sich ihr zweitgeborener Sohn das Leben genommen hatte. An ein „normales“ Leben war zu diesem Zeitpunkt gar nicht zu denken, doch nach einigen Monaten beschloss sie, eines Tages wieder normal leben zu wollen, aber dafür musste und wollte sie die Trauer bewältigen. Nach unendlich vielen Tränen, wertvollen Gesprächen mit lieben Menschen, lesen im Internet und in Büchern fand sie sich wieder. Zwar verändert, dennoch wieder ganz sie selbst.

Dass ihr Sohn anonym beerdigt wurde, zeigte ihr, dass „Suizid“ immer noch ein großes Tabuthema ist. Aus diesem Grund rief sie ihren Blog www.suizid-in-familie.de ins Leben.

2012 beschloss sie dann ein Buch darüber zu schreiben: „Zurückgelassen durch Suizid“ soll anderen Hinterbliebenen Mut machen, wieder am Leben teilzuhaben. Von da an ging sie den Weg als Trauerbegleiterin, denn sie weiß, wie sich Hinterbliebene fühlen.

Und 2015 hat sie dann wiederum neue Ufer beschritten und den Lente Verlag gegründet.

H.B.: Annette, herzlich willkommen. Dafür, dass Du Deinen Verlag erst im November 2015 gegründet hast, kannst Du schon viele Bücher aus den verschiedensten Genres vorweisen, Glückwunsch dazu! Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Autoren aus?

A.M: Erst einmal möchte ich mich bedanken, dass Du einen Blogartikel über mich und mit mir schreibst. Das freut mich riesig! Nun komme ich zu meiner ersten Antwort: Ich bekomme das Exposé und das Manuskript. Das lese ich natürlich erst einmal und dann merke ich, ob mir die Geschichte gefällt. Das stellt sich schon nach wenigen Zeilen bzw nach ein paar Seiten heraus. Ich fühle in mich hinein und stelle mir vor, ob es auch wirklich Leser dafür gibt. Selbstverständlich muss die Chemie zwischen dem Autor, der Autorin und mir stimmen.  Da unser Verlag genrefrei ist, habe ich nie die Ausrede, falls mir ein Manuskript nicht gefällt, dass es nicht zu unserem Verlag passt. Es wird nie ein Manuskript stillschweigend abgelehnt. Ich setze mich mit dem Autor oder der Autorin in Verbindung, auch wenn ich das Buch nicht verlegen möchte.

Vielleicht noch eine kurze Erklärung zum Verlagsnamen: Es ist nicht so einfach, einen Namen zu finden. Für meinen Mann und mich sollte der Name mehrere Kriterien erfüllen: Er sollte zweisilbig sein, sich gut anhören und eine Bedeutung haben. Zuerst wollten wir aus den Vornamen unserer Kinder ein Wort formen. Aber das passte alles nicht so wirklich. Dann kamen wir darauf, dass wir eine Feder toll finden und suchten in anderen Sprachen die Übersetzung von Feder. Afrikanisch gefiel uns sofort. Lente. Später haben wir durch eine Freundin gehört, dass Lente auf holländisch Frühling heißt. Passt doch, oder?

 

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H.B.: Was natürlich sofort an Dir auffällt, ist Dein leuchtend kupferroter Haarschopf. Trägst Du diese Farbe schon lange und welche Tipps hast Du für uns, um diesen Ton lange satt und glänzend zu erhalten?

A.M.: Ja, ich liebe meine Haarfarbe und ich trage sie schon etliche Jahre. Damals war ich rotblond, doch meine originale Haarfarbe verblasste mit der Zeit. Das fand ich sehr schade. So kam ich darauf, die Natur etwas zu unterstützen und fing mit rotbrauner Tönung an. Das gefiel mir sehr gut und andere Menschen fanden das auch klasse. Nach und nach wurde aus der rotbraunen Tönung ein Kupferfärbung. So fühle ich mich heute immer noch wohl.

Um meine Haarfarbe lange leuchtend zu halten, wasche ich meine Haare nur mit Color-Shampoo. Für mich macht es keinen Unterschied, welche Marke ich benutze, denn ich vertrage alles. Daher wechsele ich auch immer wieder die Marke. Das Einzige, worauf ich achte ist, dass bei der Herstellung des Shampoos keine Tierversuche gemacht werden. Das finde ich ganz schrecklich. Mehr kann ich nicht tun, denn Rotfärbung verlässt relativ schnell das Haar. Auch der regelmäßige Besuch bei meinem Friseur trägt dazu bei, dass meine Haare so farbenfroh sind.

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H.B.: Die gute Fee kommt zu Dir und Du darfst Dir einen Autor resp. ein Buch für Deinen Verlag wünschen: was wäre das?

A.M.: Wenn Du mich so fragst, dann wünsche ich mir einen Ken Follett. Er ist so vielseitig und so akribisch in seiner Recherche. Vielleicht entwickelt sich einer meiner Autoren oder Autorinnen auch dazu. Die Leser bestimmen es letztendlich, wo ein Buch steht.

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Sehen Sie mehr unter:

http://www.lente-verlag.com

  

https://www.facebook.com/profile.php?id=100012037779654&fref=ts

  

http://www.suizid-in-familie.de

 

http://www.trauerbegleitung-mit-herz.de

 

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https://www.amazon.de/Zurückgelassen-durch-Suizid-Veränderung-geliebter/dp/3946468004/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1465628757&sr=8-1&keywords=annette+meißner

 

 

Categories: Haar-Tipps, Interview

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