Bücherkessel

Bücherkessel: Der Blog-Geburtstag

Literaturblogger sind heutzutage das, was früher Marcel Reich-Ranicki war. Ich finde es wundervoll, dass die Liebe zur Literatur bei ihnen so groß geschrieben wird und sie dem Leser durch ihre Rezensionen einen Eindruck vermitteln, was für ein Buch sie erwartet.

Kurz bevor mein Thriller „Töte mich – Der dunkle Dreiklang“ herauskam, hatte ich einige Blogger angesprochen und gefragt, ob sie es vorab lesen und dann rezensieren möchten.

Und so lernte ich die beiden Blogger-Schwestern Martina Suhr und Andrea Kaldonek kennen, die in ihrem ‚Bücherkessel’ witzige, aber auch sehr tiefgründige Buchbesprechungen machen. Wie ernst sie ihren Job nehmen, merkte ich recht schnell, denn von Andrea kamen einige Fragen zur – nun, nennen wir es mal ohne zuviel zu verraten – ‚Erkrankung’ der Auftragskillerin Karla Bernhardt. Andrea hatte sich so wundervoll in die Geschehnisse meiner Geschichte eingefühlt, dass sie es einfach noch etwas genauer wissen wollte, was mir sehr gut gefiel.

 

Nun wird der ‚Bücherkessel’ ein Jahr alt, was ich zum Anlass genommen habe, den beiden crazy sisters mal etwas genauer auf den Zahn zu fühlen.

Während der Frankfurter Buchmesse haben sie jeden Tag ein Video gemacht, worüber ich mich köstlich amüsiert habe, denn als Duett sind sie wirklich filmreif! Das hat uns auf die Idee gebracht, dieses Interview sowohl als ‚Print’ als auch in Video-Form zu zeigen.

 

H.B.: Hallo, Ihr beiden Lesehexen, ganz herzlichen Dank, dass ihr mitten in den Aktivitäten zu Eurem Blog-Geburtstag Zeit gefunden habt, mir einige Fragen zu beantworten.

Fangen wir ‚dienstlich’ an: Wie kamt Ihr damals auf die Idee zu Eurem Blog?

M. + A.: Die Idee eines Blogs ist mit der Zeit gereift. Ursprünglich hatte ich nur eine Facebook-Seite, aber ich musste schnell feststellen, dass man ohne entsprechenden Blog nicht wirklich ernst genommen wird. Lesen war schon immer meine Leidenschaft gewesen, aber durch die Geburten meiner zwei Kinder ist diese Leidenschaft leider ein bisschen vernachlässigt worden. Auslöser für den Blog war das Windelgesicht, nein braucht ihr nicht googlen, ist eine Erfindung von mir. Es beschreibt den frustrierten Gemütszustand, den eine Mutter durchlebt, wenn sie realisiert, dass ihr das Kochen, Putzen, Babygebrabbel und dreckige Windeln als Lebensinhalt zu wenig sind. Ich brauchte eine Herausforderung, ein Hobby, das mich aus dem eintönigen Alltag holt. Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Kinder, aber ich habe etwas gebraucht, um meine Gehirnzellen wieder zu entstauben und neue Kraft für den Alltag zu sammeln. Irgendwann wurde es aber so viel, dass ich es alleine nicht mehr schaffen konnte und meine Schwester Andrea bat, mir zu helfen. Und da sie auch zu Hause mit den Kindern geistig unterfordert war, war es eine gelungene Abwechslung auch für sie.

Martina-Beitratgsbild

Andrea und Martina – solche Schwestern hätte ich auch gerne!!!

 

H.B.: Natürlich fiel mir direkt auf, dass Ihr beide frisurentechnisch sehr experimentierfreudig seid. Was war das Verrückteste, das Euren Kopf je geschmückt hat resp. was ist noch in der Planung?

 

M. + A.: Meine Haare waren früher sehr dünn, weshalb meine Mutter sie immer kurz schneiden ließ, da man ja weiß *hüstel, hüstel*, dass die dicker nachwachsen. Naja, ansonsten schon mit 15 Jahren Dauerwelle, Headlines und regelmäßig verschiedenste Rot- und Lilatöne. Irgendwann dann keine Lust mehr auf knallige Farben und ab da dann rotschwarz und schwarzbraun. Jetzt liebe ich mein Ballerarsch (keine Ahnung wie man es richtig schreibt) in Fire-Red und violett am Ansatz. Das unterstreicht die Hexe in mir.

Andrea war schon immer diejenige, die mehr experimentiert hat. Von eine Seite kurz und eine lang (war damals voll Mode) über blond (dunkles Kapitel) bis hin zu verschiedenen Farbexperimenten trägt sie ihre Naturlockenpracht (eher mein verdorrtes Haarvogelnest) heute eher dezent gefärbt. Noch, ich hoffe die Betonung ist richtig, hat sie die Handbremse angezogen und unterstreicht ihre natürliche Schönheit lediglich mit einem Kupferton. Aber wir haben bald einen Frisörtermin…

Andrea

Andrea auf der Frankfurter Buchmesse

 

H.B.: Oh, sehr cool, wir dürfen also gespannt sein! Und mit „Ballerarsch“ ist, so hoffe ich, Balayage gemeint – ick schmeiß mir wech!

Euer neuestes Projekt heißt ‚SKOUTZ’, erzählt doch bitte etwas darüber.

 

M. + A.: SKOUTZ ist eine Buchfindemaschine, die ähnlich der Vorgehensweise einer Online-Dating-Agentur anhand von (Lese)Gewohnheiten und Vorlieben das zum Menschen passende Buch findet. Daher auch der Slogan: Vorbeischauen, vergleichen, verlieben. Wir arbeiten dabei mit einer Lesefieberkurve, die zwischen Begriffspaaren wie „traurig-lustig“ eine Einschätzung von – 2 (traurig) über 0 (weder noch) bis +2 (lustig) bildet. Aus insgesamt 5 solchen Paaren entsteht dann die individuelle Lesefieberkurve. So kann jeder ein Buch neutral beurteilen, und zwar unabhängig davon, ob es ihm persönlich gefallen hat oder nicht (dazu darf er sich im Text äußern. 🙂 )

Zudem gibt es ein Magazin, in dem wir als Redakteure rund um das Thema Buch informieren, und einmal im Jahr immer zur Frankfurter Buchmesse wird unser Skoutz-Award verliehen.

 

Martina

Fire-Red plus Petrolblau = Kracherkombo

 

 

H.B.: Mit welchem Protagonisten aus welchem Buch würdet Ihr gerne einmal – hüstel – auf einer einsamen Insel stranden?

 

M. + A.: Ich würde gerne mehrere mitnehmen, in erster Linie aber Mister Darcy und Edward Cullen… Was für den Kopf, das Herz, das Auge und …. *rotwerd* Man darf sich ja nicht langweilen, wenn man schon auf einer einsamen Insel festsitzt J

Andrea möchte Dave aus den ‚Vampire Guides’ von Kay Noa mitnehmen und Werwolf Jake. Sie ist irgendwie auf den Hund gekommen und mag wohl animalisch angehauchte Männer.

Aber hier sieht man schön, dass wir nicht immer einer Meinung sind, denn ich bin Team Edward und sie Team Jake J

 

Martina1

Die Lesefee als Waldfee

 

H.B.: Naja, so kommt ihr euch wenigstens nicht in die Quere, meine Freundin Rita und ich stehen beide auf … Egal, Themenwechsel, kommen wir zur letzten Frage: Die gute Fee besucht Euch und Ihr dürft Euch einen Autor wünschen, dessen Buch Ihr exklusiv in Eurem Blog vorstellen dürft: wer wäre das?

 

M. + A.: Definitiv Wolfgang Hohlbein. Er war unsere erste Buchliebe und mit seinen Büchern hat damals alles angefangen. Das wäre wirklich ein Traum.

 

Sehen Sie dieses Interview als Video unter:

 

https://www.youtube.com/watch?v=zoQSoYwWkjM&t=8s

 

 

Mehr über die Bücher-Bloggerschwestern gibt es unter:

 

 

https://www.facebook.com/buecherkessel/?fref=ts

 

http://derbuecherkessel.blogspot.de

 

https://www.facebook.com/martina.suhr

 

https://www.facebook.com/andrea.kaldonek

 

 

http://derbuecherkessel.blogspot.de/2016/09/rezension-zu-valeska-reons-tote-mich.html

 

 

 

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