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Nora Amelie: Fifty shades of life

Nora Amelie und ich haben uns nicht als Autorenkolleginnen kennengelernt und auch nicht in einem Café oder Massagesalon. Was durchaus möglich gewesen wäre, denn sie ist bekannt für intensivste Recherchen bei ihren Büchern. Nein, ich habe einige Zeitungsartikel lektoriert, die sie für das ‚Trendy Single Magazin’ geschrieben hat, und da ich anschließend so inspiriert davon war, habe ich mich auf die Suche nach ihr gemacht – und schließlich auf FB gefunden. Seitdem stehen wir in regem Kontakt miteinander und hatten uns den Erscheinungstermin ihres neuen Buches „Sand des Vergessens“ als Interviewtermin vorgemerkt.

H.B.: Nora, herzlich willkommen. Was ich ja total spannend finde: In Deinen Romanen geht es um die Wirkung des Bestsellers „Fifty Shades of Grey“ auf das Leben Deiner Leserinnen. Deine Heldinnen sind starke, erfolgreiche Frauen, die sich mehr oder weniger unerwartet mit eigenen Schwächen und bisher ungestillten Sehnsüchten konfrontiert sehen. Jetzt mal unter uns Pastorentöchtern: Der Christian Grey aus dem Film (Jamie Dornan) war ja eher der Typ Weichei, bei dem ich Lust gehabt hätte mein Lack-Kleid aufzubügeln, um ihm mal ordentlich die Uhrzeit anzusagen.

Hast Du feststellen können, dass Frauen tatsächlich starke, dominante Männer suchen, um BDSM so zu erleben, wie es sein kann: eine Welt sexueller Erfüllung in den verschiedensten Schattierungen und vor allem nicht zwangsläufig mit Schmerz und Qualen verbunden? Und sind dies Frauen, die im Berufsleben in leitenden Positionen sind, um sich dann privat einmal komplett fallenlassen zu können?

N.A.: Wenn eine Frau das Gefühl hat, BDSM könnte für sie ein Thema sein, beginnt sie zu suchen. Und das inzwischen lange nicht mehr so versteckt wie noch vor Jahren. Fakt ist, dass BDSM-Foren nach der Premiere von „Fifty Shades“ deutlich mehr Zulauf verzeichnen. Und ein Großteil der neuen Mitglieder sind wirklich Frauen. Viele von ihnen auf der Suche nach dem starken Mann. Ihre konkreten Neigungen kennen sie in der Regel erst einmal nicht. Das heißt, sie haben keine Ahnung, ob sie beispielsweise aus dem Erleiden von Schmerzen sexuelle Lust ziehen können. Das lässt sich nur im real life herausfinden. Für diesen letzten Schritt wiederum fehlt vielen der Mut, oft auch die Gelegenheit.

Was das Berufsleben dieser Frauen betrifft, sind aus meiner Sicht keine Zusammenhänge zwischen sexueller Neigung und beruflichem Status zu erkennen. Ob Krankenschwester, Lehrerin und Polizistin oder Anwältin, Verkäuferin und Model – die Hoffnung, sich bei einem dominanten Mann fallenlassen und die Verantwortung für das eigene Handeln abgeben zu können, macht vor keiner Branche halt. Übrigens auch nicht vor Autorinnen.

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 Nora in Paris – Out of Bed in elegant 

 

H.B.: Du tanzt auf mindestens genauso vielen Hochzeiten wie ich, wenn nicht sogar noch mehr, denn Du bist … ja was eigentlich genau?

N.A.: Ich bin Autorin,  Journalistin und PR-Frau, Autodidaktin, die Neugier in Person, Testfahrerin, Tangotänzerin, Paris-Liebhaberin und Irland-Fan, ein echter Schokoholic, vermutlich auch Workaholic – und eigenen Angaben zufolge jemand, der eine Abneigung gegen Friseur-Besuche hat.

H.B.: Gutes Stichwort, denn alle Deine Buch-Ladys indes tragen lange Haare, wie hältst Du es selber mit Deinem straffen Zeitplan bei Deiner Frisur und welche Haartipps kannst Du uns mit auf den Weg geben?

N.A.:  Natürlich hab ich wie alle meine Protagonistinnen langes Haar. Und ganz ehrlich? Im Normalfall brauche ich drei Minuten für meine Frisur. Eine fürs Hochstecken, zwei fürs Zurechtzupfen. Wenn mir nicht gerade ein Mann beim Styling zuschaut. So was bringt mich aus dem Konzept. Mein absoluter Favorit: Der Out-of-Bed-Look. Und mein Haartipp für euch? Oh Gott – darf ich Werbung machen? Styling ohne GHD (Anmerkung von H.B.: das Glätteisen von good hair day ist derzeit DAS In-Stylingtool) ist für mich nicht mehr vorstellbar. Definitiv ein Grund für mich, nie ins Dschungelcamp zu gehen!

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 Nora in Irland – Out of Bed in stürmisch 

  

H.B.: Ich weiß, dass Du immer voller Ideen bist. Kannst Du uns schon etwas über Deine kommenden Projekte verraten?

N.A.: Es wundert dich sicher nicht, dass mir bei dieser Frage von jetzt auf gleich der Schweiß auf der Stirn steht. Und das nicht nur wegen der aktuellen Temperaturen. Sondern auch wegen der Arbeit, die ich mir selbst auferlegt habe. Aber so ist das eben, wenn man auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen will. Nach Teil 2 von „Sand des Vergessens“ gehen im November „Die Schneemänner“ in die 2. Staffel. Zwei sexy Männer, die sich gemeinsam um eine Frau kümmern 😉 Nächstes Frühjahr folgt dann die Geschichte über einen wahren Bad Boy. Die Recherche dafür läuft schon seit einigen Monaten. Das wird sehr spannend, kann ich schon versprechen. Und ebenfalls in Planung ist ein zweiter Tangoroman. 

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  Nora in Berlin – Out of Bed in klassisch

 

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Categories: Haar-Tipps, Interview

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