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Rita Roth: Neue Frisur – neues Leben!

Als Rita Roth mich für das Lektorat ihres neuen Romans „Sternschnuppenküsse“ beauftragte, wusste ich noch gar nicht, dass man Kurschatten heutzutage „Sternschnuppen“ nennt, und zwar weil diese Kur-Romanzen rucki-zucki wieder vorbei sind getreu dem Motto:

Heute bist du mein Stern und morgen bist du mir schnuppe!

Das Lektorat entwickelte sich sofort haarig-amüsant, denn Tine, die Hauptdarstellerin, geht als Hennarote zum Friseur hinein und kommt als Platinblondine wieder heraus. Da dies technisch ein wenig problematisch ist (natürlich haben wir eine passende Lösung für dieses Problem gefunden), war mir sofort klar: Rita muss mir einige haarige Fragen beantworten.

H.B.: Rita, danke dass Du trotz der Arbeiten an einem neuen Buch Zeit für mich gefunden hast. In „Sternschnuppenküsse“ geht Tine zum Friseur, um ihrem alten Leben in eingefahrenen Bahnen und ihrem bisherigen Image adieu zu sagen. Kennst Du auch solche Situationen, wo man sich mittels einer neuen Frisur, eines neuen Looks am liebsten komplett verwandeln möchte?

R.R.: Die Zeit habe ich mir sehr gern genommen, denn das Thema Haare spielt bei den meisten Frauen eine wichtige Rolle. Es gibt sogenannte ‚Bad-Hair-Days’, die der Albtraum einer jeden Frau und nur mit Mütze, Hochsteckfrisur oder Friseurbesuch zu lösen sind.

Ich kenne auch Situationen, in denen mir nach Komplettverwandlung zumute war.  Kurz nach der Geburt meiner Tochter hatte ich so eine Phase, da habe ich mein jahrelang dauergewelltes Haar (das war mal modern!) kurz und asymmetrisch schneiden lassen. Fotos davon möchte ich Euch lieber ersparen. 

Blond bin ich immer geblieben. Inzwischen habe ich auch eine Friseurin meines Vertrauens gefunden, die es schafft, meine Wirbel zu bändigen. Vielleicht besteht ein Zusammenhang zwischen den Wirbeln auf meinem Hinterkopf und dem Fantasiegewirbel in meinem Kopf?

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Schon von klein an stylish, hier mit „Propellerschleife“ als Krönung …

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… später dann mit 80-er Jahre-Welle

 

H.B.: Als Lektorin hat man ja ein Gespür dafür, ob ein Buch gut recherchiert wurde resp. ob der Autor eigene Erfahrungen beschreibt. Bei Dir hatte ich direkt die Vermutung, dass Du selber einmal eine Kur gemacht hast. Welche Erlebnisse hattest Du dabei – geht es dabei wirklich so wild zu wie bei den „Feierbiestern“ und dem „Dirndl-Dorschi“ aus Deiner Geschichte?

 

R.R.: Du hast mich ertappt!

Die Idee zu dem Roman schwirrte schon lange in meinem Kopf herum und so habe ich mich aufgemacht, um vor Ort zu recherchieren. 

Sprudelbäder, Massage und Kneipp’sche Güsse habe ich kennen- und lieben gelernt. So einem wunderbaren Therapeuten wie ‚Psycho-Phil’ bin ich jedoch leider nicht begegnet. 

Ob es wirklich so wild zugeht, wie in meinem Roman? Nein, nein, auf keinen Fall! Ich habe meiner Fantasie freien Lauf gelassen. Einzelne Feierbiester und Marathonschwätzer gibt es jedoch tatsächlich. Dem ‚Dirndl-Dorschi’ wäre ich zu gern begegnet, in den habe ich mich beim Schreiben direkt verliebt.

Übrigens habe ich den Roman komplett im November 2015 (im Rahmen des Nanowrimo = National Novel Writing Month) geschrieben. Bis er dann allerdings so aussah, wie er jetzt ist, hat es noch eine Weile gedauert. 

 

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Rita auf ihrer Lieblingsinsel Norderney: die Frisur sitzt!

 

H.B.: Du beschreibst in Deinem Buch mehrere tolle „Therapien“: ein Glückstagebuch, in das man jeden Abend einträgt, was einem an diesem Tag besonders glücklich gemacht hat. Und ASR: Das A steht für Ausatmen, das S für Schultern und das R für runter. Also: Ausatmen, Schultern runter! Übrigens beides Dinge, die ich in meinen Alltag eingebaut habe, nochmals danke dafür!

Überhaupt finde ich Dein Buch so wunderbar locker-flockig-leicht, bist Du selber auch so ein ausgeglichener Mensch und hast Du noch ein paar Tipps für uns, wie man dahin kommt?

 

R.R.: Danke für die Blumen! Ich kann es als Entspannungspädagogin einfach nicht lassen, immer ein wenig Entspannung einfließen zu lassen. Im Rahmen der Ausbildung habe ich natürlich einige Entspannungsverfahren erlernt und kann sie wunderbar in meinen Alltag integrieren. Ich bin in der Tat ein ziemlich ausgeglichener Mensch und rege mich nur noch sehr selten richtig auf. Ein Patentrezept habe ich leider nicht. Aber gutes Essen, Bewegung (geistig und körperlich), Freundschaften und Beziehungen sowie der Blick für das was schön, gut, wertvoll für einen selber ist, kann dazu beitragen. 

Da ich eine Schwäche für Alliterationen habe, will ich es mal so sagen: Lieben, Laufen, Lachen!

Herzlichen Dank für das tolle Interview und das wunderbar unkomplizierte und sorgfältige Lektorat.

 

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Klassisch, blond – big LIKE von mir!

 

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Rita-Cover  

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Categories: Haar-Tipps, Interview

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